Meilensteine

1856 Die Gründung von Langenscheidt
Nach der Erfindung der Lautschrift in 1854 und die damit verbunden Vereinfachung des Sprachenlernens im Selbststudium hat Gustav Langenscheidt den ersten Selbstlernkurs für die französische Sprache entwickelt. Nachdem sich für das Werk kein Verleger findet, gründet Gustav kurzerhand selbst einen Verlag in seiner Heimatstadt Berlin. Mit Erscheinen seines „Brieflichen Sprach- und Sprechunterricht für das Selbststudium der französischen Sprache“ wird er mit gerade einmal 24 Jahren zum „Vater des populären Sprachkurses“. Weitere Sprachen folgen: von Englisch im Jahr 1861 bis Hebräisch 1923.

1880 Das Jahrhundertwerk
Langenscheidt steigt in den Wörterbuch-Markt ein. Das enzyklopädische Wörterbuch der französischen und deutschen Sprache, der „Sachs-Villatte“, erscheint – bis heute ein Glanzstück unter den deutsch-französischen Nachschlagewerken. Bereits im Jahr 1863 bei den Autoren Carl Sachs und Césaire Villatte in Auftrag gegeben, waren bis zur Fertigstellung der Suezkanal eröffnet und das Deutsche Reich gegründet worden. Während der langen Bearbeitungszeit entstand ein echter Koloss, der auf 4000 Seiten über 310.000 Stichwörter und Wendungen listete. 1901 folgte die englische Version.

1903 Die Geburt des Taschenwörterbuchs
Langenscheidt beginnt in Reihen zu denken: Die Taschenwörterbücher gehen im einheitlichen Reihendesign in Druck. Das unverwechselbare „L“ schmückt zum ersten Mal das Cover. Handlich im Format trifft es den Nerv der Zeit: Die mobile Gesellschaft erhält ihren praktischen Sprachbegleiter. Im Laufe der Jahre wird dieser Klassiker mehrfach auf Frischzellenkur geschickt. Permanent erneuert, didaktisch verbessert und inhaltlich ergänzt, kommt die Reihe heute auf rund zwanzig Sprachen.

1912 Um die Welt mit Langenscheidt
Reisen wird en vogue. Ob privat oder geschäftlich: Die Menschen sind in Bewegung. Unterwegs zu neuen Ufern sind die neuen Langenscheidt Sprachführer mit im Gepäck: Thematisch gegliederte Wortschätze bieten verlässliche und rasche Hilfe, um sich auf unbekanntem Terrain zurecht zu finden.

1956 Das berühmte Logo
Die Marke Langenscheidt wechselt das Outfit und modernisiert das Logo: blaues „L“ auf gelbem Grund. Der Grafiker Richard Blank stattet Langenscheidt mit den prägnanten Farben aus. Starke Farben, starke Marke.

1961 Langenscheidt zieht um
Als im Morgengrauen des 13. August 1961 die ersten Mauerblöcke in Berlin errichtet werden und die Stadt teilen, verändert dieses Ereignis das Leben der Menschen für beinahe drei Jahrzehnte. Langenscheidt reagiert auf den Mauerbau mit der Gründung eines zweiten Firmensitzes in München. Der Verlag zieht von der Spree an die Isar.

1983 Ein Wörterbuch wird mobil
Langenscheidt bringt mit dem „alpha 8 Englisch“ das erste elektronische Wörterbuch der Welt auf den Markt. Es wird zum Vorbild vieler weiterer tragbarer Geräte in den nächsten Jahrzehnten.

1979 Deutsch als Fremdsprache
Deutsch als Fremdsprache wird ins Programm aufgenommen. Jeder Mensch kennt Situationen, in denen einem die Worte fehlen. Damit fehlende Sprachkenntnisse nicht sprachlos machen, unterstützt Langenscheidt bis heute Menschen, die Deutsch lernen wollen.

2010 Langenscheidt – online und überall verfügbar
Langenscheidt launcht die ersten E-Books und Apps. Für jeden gibt es das passende Wörterbuch, den idealen Wortschatz- oder Grammatiktrainer, einen interaktiven Sprachkurs oder eine Lektüre – passend für jedes Gerät und jede Nutzungssituation.

2013 Einstieg der Günther Holding
Die Familie Langenscheidt zieht sich aus dem Geschäft zurück und verkauft das Unternehmen an die Günther Holding. Der Bereich „Erwachsenenbildung und Schule“ geht an den Klett-Verlag. Seit 2014 lenkt Ivo Kai Kuhnt als Geschäftsführer zusammen mit seinem Team die Geschicke der Langenscheidt GmbH & Co. KG.

2017 Langenscheidt Digital startet
Die digitalen Aktivitäten des Unternehmens werden seit Juni 2017 in einer eigenständigen Gesellschaft zusammengefasst.

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